Blickwinkel Fotografie || Vanessa von Wieding

Hallöle und willkommen auf meiner Website! Hier könnt ihr mein Portfolio begutachten und auf dem Blog Hintergründe zu meiner Arbeit erfahren.

Eigene Fotos nachstellen?!

Während unseres Shooting erzählte ich Viki davon, dass ich schon länger die Idee hatte, eins der älteren Bilder von ihr noch einmal neu aufzunehmen. Sie fand die Idee cool, also haben wir damit einfach mal begonnen, nachdem wir die geplanten Fotos gemacht hatten. Dem Ablauf entlang will ich euch mal erzählen, wie wir versucht haben, das umzusetzen.

Viki

Das erste, was hier natürlich erstmal passen musste, war das Licht. Das war auch keine Schwierigkeit, das genau so aufzubauen, wie damals. Eine Sofbox, links neben mir, fertig. Das zunächst schwierigste war, Viki in exakt die Haltung zu bekommen, die sie auf dem Bild einnahm :D. Im alten Bild machte sie das ganz spontan und locker – in der Nachahmung schien das aber eine ganz schöne Verrenkung zu sein.

Was jetzt noch sitzen musste, war der Kameraausschnitt. Da tat ich mich ein wenig schwer. Für das alte Bild nutzte ich nämlich das Tamron 18-200mm. Das Neue habe ich aufgenommen mit dem 18-55mm von Canon. Ich wollte gern auf das Tamron switchen, hab es aber nicht gefunden ._. (Ja, so blöd bin nur ich. Ich hab ein defektes und ein neues, fand aber nur das defekte). Erst jetzt fällt mir auf, dass ich auch hätte ich die Metadaten schauen können, um die exakte Brennweite abzulesen – die betrug nämlich 47mm und hätte ich mit dem Canon Objektiv auch locker anwenden können. Dennoch habe ich nach einigen Versuchen auch den Bildauschnitt ungefähr getroffen.

Viki zog auch, wie man sieht, ihren Mund ganz leicht zu so nem Duck-Face. Das nachzumachen war auch nicht so leicht. Da mussten wir ein paar mal probieren und dann klappte das auch.

nachstellung_direktvergleich

Was mir im Nachhinein noch aufgefallen ist:

Meine eigene Position ist leicht falsch. Noch optimaler wäre es, ich hätte weiter oben gestanden. Nicht weit, nur minimal – aber erkennt ihr das? Im alten Bild schaut man ihr mehr von oben in die Augen. Die Ausleuchtung hätte ein kleines Stück frontaler sein können. Glaube ich. Da bin ich mir sogar ein bisschen unsicher. Teilweise glaub ich, oben sind die Gesichtsschatten etwas weiter rechts, ODER aber sie sind nur härter. Demnach hätte ich den Blitz vermutlich näher heranstellen müssen. In der Bearbeitung bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich das exakt gemacht habe, wie in der „Vorlage“. Ich denke, ich hätte mit den Tiefen, also den dunklen Bereichen noch weiter runter gehen können, sie stärker machen können. Jedoch ist hier sehr ausschlaggebend, dass Viki heute dunkle Haare hat :D. Um diese nicht verschwinden zu lassen, durfte ich es nicht all zu dunkel werden lassen. Ja, das hätte ich mit einer Maske ausgleichen können, jedoch war ich…. ich hab’s… vergessen.

Viktoria, neue Auflage

Wie fand ich das Ganze?

Ich muss gestehen,  Viki war am Anfang die motiviertere von uns beiden. Aber ihr Durchhaltevermögen spornte auch mich an. Eigentlich stehe ich ja auch eher auf so kleine Herausforderungen und gerade das Nachstellen von Bildern kann eine echt gute Übung sein, was die Technik angeht. Es scheint auf den ersten Blick unkreativ und ideenlos zu sein, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, versteht man, wie viel das Nachahmen einem bringen kann. Ich behalte auf jeden Fall im Hinterkopf auch mal Fotos von anderen nachzustellen, was sicher noch schwieriger ist als das mit den eigenen zu tun.

Hat jemand von euch schon einmal Bilder exakt nachgestellt? Oder lasst ihr euch nur dezent inspirieren?

Sage etwas dazu

%d Bloggern gefällt das: