Hier gelangt ihr zu Part I.

Am Tag der Familienreportage wurde ich herzlich empfangen und begann auch direkt mit meiner Arbeit. Im ersten Kinderzimmer, das ich betrat, wurde noch unangezogen – nur in Windel – bereits fleißig mit Bauklötzen gebaut. Mega geil. So hatte ich mir das vorgestellt. Sebastian, von dem ich hier spreche, war ich zu Beginn noch nicht ganz geheuer. Er versteckte sich, wenn er bemerkte, dass ich ihn länger beobachtete bzw. fotografierte. Da ich als Pädagogin damit ja gut umgehen kann, war das nicht lange ’ne große Sache. So vieles läuft in einem Familienalltag gleichzeitig. Ich hatte viel Gelegenheit, einfach den Raum zu wechseln und verschiedenste Momente festzuhalten.

Zu den Mahlzeiten wurde ich eingeladen, teilzunehmen – das setze ich aber keinesfalls voraus. Ich saß mit der Kamera am Tisch, die ich nebenbei parat hatte und an mich nahm, wenn sich eine gute Situation zum Fotografieren ergab. Zwischendurch stand ich auch auf, um Motive aus einer anderen Perspektive zu erhaschen. Mit Kindern essen finde ich so witzig. Als ich im Kindergarten gearbeitet habe, fand ich das auch immer höchst spannend 😀

So ist ein Tag mit fotografischer Begleitung also. Was am Anfang ein komisches Gefühl auslöst, wird für euch mit der Zeit zur Normalität. Ihr macht die normalsten Dinge, habt einfach einen schönen Tag und vergesst darum schnell, dass da eigentlich permanent jemand rumknipst (zumindest nehme ich das so wahr). Das führt zu authentischen, natürlichen Familienfotos, auf denen ihr euch auch wiedererkennt und sehen könnt, was für eine tolle Familie ihr seid.